Ständehaus

Innenstadt

Die Karlsruher Fächer GmbH ist Eigentümerin des Ständehauses, in dem sich seit 1993 die Zentrale der Stadtbibliothek befindet. Die Dauerausstellung „Erinnerungsstätte Ständehaus“, ebenfalls im Gebäude untergebracht, erzählt von der bedeutenden demokratischen Geschichte des Hauses.

Seit 2023 laufen erste Planungen, die Stadtbibliothek durch einen Anbau um zusätzliche Flächen für die Kinder- und Jugendbibliothek zu ergänzen und die beiden Einrichtungen so zu einer „Bibliothek für Alle“ zusammenwachsen zu lassen.

Entstehen soll eine Bibliothek, die als „Dritter Ort“ in zentraler Lage dient. Sie soll sich an den Bedürfnissen der Besucherinnen und Besucher orientieren, moderne Bildungsideen aufgreifen und ein einladender, konsumfreier Ort sein. 

Menschen aller Generationen sollen hier zusammen-kommen können. Verschiedene Angebote für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen sollen unter einem Dach vereint und die Nutzung einer gemein-samen Infrastruktur ermöglicht werden. Als Teil des Gesamtprojektes soll außerdem die technische Infrastruktur des Ständehauses untersucht und wo notwendig saniert werden. 

Im Juni 2026 hat die Projektentwicklung um das Ständehaus einen wichtigen Meilenstein erreicht, denn seitens des Gemeinderats wurde mit großer Mehrheit ein Grundsatzbeschluss für die Fortführung des Projektes gefasst. Die Budgetobergrenze für die Maßnahmen im Bestandsgebäude und die Errichtung des Anbaus wurden seitens des Gemeinderats auf 36 Millionen Euro festgelegt.

Das Ständehaus wurde 2022 mit Blick auf die Notwendigkeit der Sanierung des Bestandsgebäudes in den Geltungsbereich des Sanierungsgebiets „Kaiserstraße-West“ integriert und aufgrund dessen kann das Projekt einen sehr hohen Förderanteil für die Umsetzung über die Städtebauförderung – ein gemeinsames Finanzhilfeprogramm von Bund, Ländern und Kommunen – erhalten.

Dies bedeutet konkret, dass von den Gesamtkosten in Höhe von 36 Millionen Euro rund 21,5 Millionen Euro förderfähig sind und davon etwa 12,9 Millionen Euro durch Bund und Land bereitgestellt werden. Wie bei der Städtebauförderung üblich, verbleibt ein Anteil von 40% der Fördersumme – hier circa 8,6 Millionen Euro – als Komplementärfinanzierung bei der Stadt Karlsruhe, die über die Mittel des Sondervermögens des Bundes (Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungs-gesetz – LuKIFG) bereitgestellt werden. Die verbleibenden 14,5 Millionen Euro werden von der Karlsruher Fächer GmbH als Bauherrin getragen und durch die zusätzliche Mietzahlung für den Anbau refinanziert (siehe Grafik).

Das Projekt geht jetzt in die vertiefte Planungsphase und soll im Sommer 2028 durch den Gemeinderat zur Umsetzung beschlossen werden.

Die Karlsruher Fächer GmbH steuert die Projektentwicklung und wäre – bei einem positiven Beschluss durch den Gemeinderat – auch die zukünftige Bauherrin der Gesamtmaßnahme.

© Fotografien

© Grafik

N. Kazakov

Karlsruher Fächer GmbH

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